enn Ihnen die Statistiker weismachen wollen, dass - entgegen allen Unkenrufen - der überwiegende Teil der Iren braunhaarig und nur 4 Prozent der Bevölkerung rothaarig sei, dann glauben Sie davon kein Wort! Sie werden bei einem Bummel durch die irischen Straßen feststellen, dass es entweder eine dreiste Lüge ist oder dass Ihnen wohl ständig die besagten 4 Prozent der Bevölkerung über den Weg laufen...

Was hingegen stimmt, ist dass der Ire (selbstverständlich auch die Irin!) an sich wohl zu dem freundlichsten und aufgeschlossensten Menschenschlag gehört, der sich wohl auf unserem Planeten so herumtummelt. Davon gibt es auf der Insel momentan immerhin ca. 3,74 Millionen Exemplare (Stand von 1999).

Dem jährlichen Bevölkerungszuwachs (er lag zwischen 1991 und 1996 immerhin bei 0,6 Prozent) und der sich seit den 60er Jahren ständig verbessernden sozialen und wirtschaftlichen Lage ist es zu verdanken, dass die Iren wohl im Jahr 2011 an die 4.2 Millionen Einwohner zählen dürften. Rund 60 Prozent der Bevölkerung lebt in Städten mit über 1.000 Einwohnern (allein 953.000 im Großraum Dublin, 180.000 in Cork und gut 79.000 in Limerick) und mit durchschnittlich 52 Einwohnern pro Quadratkilometer weist Irland eine der niedrigsten Bevölkerungsdichten in der Europäischen Union auf.

Was besonders auffällt, ist der extrem hohe Anteil von Jugendlichen an der Bevölkerung: Rund 41 Prozent sind jünger als 25 und gut 24 Prozent sind sogar jünger als 15 Jahre. Kein Wunder, denn sechs oder auch sieben Kinder pro Familie sind teilweise keine Seltenheit...

Irland war lange Zeit ein klassisches Emigrationsland. Jedes Jahr wanderten Tausende - überwiegend junge Menschen - vor allem nach Übersee aus. Dieser Trend konnte erst in den 90er Jahren gestoppt werden: 1997 wurde eine (Netto-) Einwanderung von 15.000 Menschen erreicht. Der höchste Stand seit den 70ern. Es waren vor allem gut ausgebildete Menschen, die Irland verließen, um in der Fremde ein besseres Auskommen zu erzielen. Noch 1841, also kurz vor der großen Hungersnot (der sogenannten "great famine"), lebten in Irland noch über 6.5 Millionen Menschen.

Zurück